1758 - 1769

PFARRER Reisinger Christoph

1766

1766 Kaplan Reisinger gründet eine Brandschadenskasse für 33 außerhalb des Marktes verstreute Pfarruntertanen. Das Kapital hatte im Jahre 1799 erst 1600 Gulden zusammengebracht.

1769 - 1790

PFARRER Glett Johann Georg, Dechant und Jubelpriester, 1. Pfarrer seit Diözesangründung 1785

1771 neue Hausnummern

Haag Taufbuch 1771, Auf der linken Seite sind noch keine Hausnummern vermerkt

Im Juni 1771 wurden erstmals die neuen Hausnummern im Taufbuch verzeichnet

1784 neue Gebietseinteilung in Haag

Nachdem Gebiete in Rohrbach nach Weistrach umgepfarrt wurden, gilt seit 1784 eine neue Gebietseinteilung in Haag.

1784 neuer Friedhof außerhalb des Marktes

Der Friedhof wird von rund um die Kirche an seinen heutigen Platz (Höllriglstraße) verlegt.

Auf Pfarrhofgrund wurde der neue Gottesacker angelegt und eingeweiht. Am 17. Dez. 1784 wurde als erstes das einjährige Kind, Barbara Dorfer, von Braunsberg 3, zur letzten Ruhe bestattet.

Die Begräbniskapelle zu Ehren des gekreuzigten Erlösers wurde erst 1847 errichtet und eingeweiht.

1785 neue Diözese

Haager Taufbuch 1785. Neue vorgedruckte Matrikenbücher werden erstmals eingeführt

Gründung der Diözese St. Pölten

  • 20. April Entlassung aus Passauer Diözesanverband
  • 1. Mai Konsistorialkanzlei beginnt
  • 8. Mai Bischof Kerens ergreift feierlich Besitz der neuen Diözese

 

 

1791 - 1814

PFARRER Perschi Michael, Dr.Theol., Dechant, Domherr von St. Pölten. 2

1792

1792: In Haag sind mährische und ungarische Regimenter einquartiert. Die Offiziere wohnten im Pfarrhof. (Hintermayr 1998, S.197). 

1794

Quelle: Pfarrarrchiv

Siegel kamen bei den Haager Gewerbetreibenden  in Mode.

z.B. Wachssiegel zur Bestättigung von Rechungen.

1795

1795: Wegen des Vormarsches der Franzosen wurden Depots und Spitäler rückverlegt. Nach Haag kamen in diesem Zetraum über 16.000 Menschen. (Hintermayr, 1998, S.198)

1997

1797: Am Karfreitag (15.April) mußten etwa 300 Haager, bewaffnet mit Gewehren, Hacken und Spießen, nach Gamming einrücken. Die Franzosen rückte heran.

Die Brücke über die Enns wurde abgerissen. Der Befehl, alles Hornvieh über die Donau zu schaffen, setzte die Haager Bauernschaft in große Aufregung. Aufgrund des Friedens von Leoben war dieses Vorhabne hinfällig.

 

1798

Juni bis August 1798: Im Quartierbezirk Haag mußten 2000 Mann und Pferde vom Hussarenregiment Nr.10 "Mészáros" untergebracht werden. Feldmarschall von Nassendorf mit Domestiken und der Feldkaplan wohnten im Pfarrhof, Generalmajor Kienmayr wohnte im Schloß Salaberg sogar bis Februar 1799. 

Arbeitslose Soldaten halfen beim Bau des Pfarrerstadels.

1799

1799: Firmung in Haag. Etwa 2000 Firmling (309 allein aus Haag) strömten aus dem ganzen Dekanat herbei.

21.9.1799: Das Aignergut bei Salaberg brannte ab. Aus der 1766 gegründeten Brandschadenkassa konnte finanziell geholfen werden.