Die Pfarrer von Haag
- Seit der Nennung der Kirchweihe im Jahre 1032 sind in Haag Seelsorger vor Ort.
- In der Zeit von etwa 1065 bis 1784 sind viele Seelsorger auch aus dem Bereich der Diözese Bamberg gekommen.
- Seit der Diözesangründung 1785 sind 9 Pfarrer aus dem Bereich der Diözese St. Pölten und drei wahrscheinlich aus Wien.
- Hier folgen chronologisch geordnet die Biographien der Pfarrer von Haag:
Schlögelhofer,
Brunner,
Etlinger,
Pragerstorfer,
Reininger,
Höllrigl, 1890, Seeland, Reichhart, von Dreger, Panni, Perschi, 1790, Glett, 1785 Diözesangründung, Reisinger, Gnau, Götz, 1690, Edelwehr, Beßler, Görtner, vor 1630,
Georg Beßler 1654 - 1657
- 1629 Kanonikat St.Stefan
- 1631 Rom, deutsches Kolleg, Dr.
- 1634 Priesterweihe in Wien
- 1640 Bamberg
- 1648 Fiskal in Bamberg
- 1654 Pfarrer von Haag
- 1658 Stiftsdekan, Bamberg
- 1661 Benefiziat in St.Martha im Steinweg
- 1666 Pfarrer in Polsdorf bei Wien
- 1672 resigniert
- + Nov. 1679 Wien?
Friedrich Wachter, Bamberg 1908, Nr.766:
Beßler, Georg aus Bamberg, Neffe des Dr.Phil.Dan.Beßler (773), erhielt 22.März 1629 ein Kanonikat bei St.Stephan, wurde 1631 nach Rom ans deutsche Kolleg zum Studium gesendet, wurde dort Dr.theol., wurde 1634 in Wien zum Priester geweiht, war im J 1640 kurze Zeit Pf.-V. bei U.L.Fr.in Bamberg, wurde aus Österreich als Oberrichter seines Stiftes am 26.Nov.1648 zum Fiskal in Bamberg berufen, trat dieses Amt im Mai 1649 an und wurde zugleich in den geistl.Rat eingeführt, res.das Fiskalat 1652 und ging abermals nach Österreich, wo er 1654 die bambergische Pfarrei Haag annahm, wurde 1658 zum Stiftsdekan gewählt und kehrte deshalb nach Bamberg zurück; 1661 erhielt der das Benefizium St.Martha im Steinweg. Wegen Streitigkeiten in seinem Stifte res.er Aug 1666 das Dekanat und nahm die Pfarrei Polsdorf bei Wien an, wurde als Senior seines Stiftes abermals zum Dechant gewählt 26.Feb.1672. Im Sept.1672 verreiste er nach Wien, resignierte von hier aus 16.Nov. d.J. das Dekanat (?um sich den Schwierigkeiten des neuen Kirchenbaues und den damit verbundenen Streitigkeiten zu entziehen?) und starb daselbst im Nov.1679 -
Görtner Johann 1641 - 1654
- 1637 Priesterweihe
- 1637 Kanonikat in St.Gangolf, Bamberg
- 1638 Kustos und Kanoniker in Forchheim
- 1639 Engelmesse
- 1640 Pfarrer von Bühl
- 1641 Pfarrer von Haag, NÖ
- + 5. Apr. 1654
Friedrich Wachter, Bamberg 1908, Nr.3176:
Görtner, Johann, mag.stud.theol. in Wien, erh.26.Feb.1637 ein Kanonikat bei St.Gangolf in Bamberg, ord.1637, Kanon. u. Kustos in Forchheim 17.Juli 1638, erh die Engelmesse und Prädikatur das. 9.Juni 1639, res.beide wegen Fülle der Arbeit 16.Nov.1639, res.31.Juli 1641 auch das Bfz.St.Laurentius das., behielt aber die Bfz.St.Erasmus, der hl.Apostel und des hl.Kreuzes das.,wurde Nov 1640 Pfr.v. Bühl, 4.Juli 1641 Pfr.in Haag (D.St.Pölten in Österreich), + das.5.April 1654.
Kauft 1641/42 von den Salburgs den Pfarrhofgarten um 500 Gulden zurück und schenkte ihn der Pfarre. (Werner 233)
Görtner setzte das Werk seines Vorgängers fort. Der Bau des Pfarrhofes wurde vollendet. Der wegen des abschüssigen Geländes auf mächtigen Grundmauern ruhende Nordtrakt wurde errichtet. (werner 233).
Melchior Neidhardt von Spatenbrunn Pfr. 1632 - 1641
Karl Beßler 1631
- 1622 Kanonikat bei St.Jakob
- 1629 Kaplan in Scheßlitz
- 1630 Pfarrer in Neunkirchen
- 1631 Pfarrer in Haag, NÖ
- + 24. Okt 1631 in Haag
Friedrich Wachter, Bamberg 1908, Nr.762:
Beßler, Karl, mag.phil., Sohn des weltlichen Rates Dr.Joh.Christof Beßler in Bamberg, erhielt 9.Nov.1622 ein Kanonikat bei St.Jakob, wurde 6.Nov.1629 Kpl.in Scheßlitz, 1.Feb.1630 Pfr.in Neunkirchen a.Br., wurde 26.Jän 1631 zum großen Bedauern dieser Gemeinde als Pfr.nach Haag (D.Passau) versetzt, + das. 24.Okt.1631 an der Pest.--
Johann Fachenzer Pfr. 1621 - 1630
Ludwig von Bernhauser Pfr. 1620
Stähelin Johann 1604 - 1619
1604 -22.1.1619
- *1570 - 75 ? Konstanz, Schwaben
- um 1600: Nr. 214: Stochelein (Stähelin) Johann 1600 - 1604 - in: Krawalik Hans, Die weltlichen Chorherrn von Spital am Pyhrn (1418-1807) OÖ Landesarchiv, Linz 1988 ist auf Seite 226 zu lesen:
- Stählin sorgte für die Besetzung des Schulleiterpostens mit einem Katholiken und begann bei der Jugend mit der Erneuerung des katholischen Glaubens. (Werner 232)
- +22.1.1619 Haag NÖ
Der Chorherr ist weder in Kanonikerlisten noch in Nekrologien verzeichnet, wird aber in Spitaler Akten genannt und wurde am 18.6.1600 Spitaler Kanoniker. 1603 verließ er Spital und ging nach Haag. Er dürfte beim Bischof von Bamberg hohes Ansehen gehabt haben und trieb als Pfarrer von Haag (1604 -19) die Rekatholisierung entscheidend voran. Nach einem Vertrag mit dem protestantischen Vogt Nimrod Kölnbeck stand ihm seit 1604 das Benefiziatenvermögen zu, doch ergaben sich vor allem 1609-14 laufend Streitigkeiten, die zu Prozessen führten. -
Johann Handteler Pfr. 1595 - 1603
Bartholomäus Robusch Pfr. 1590 - 1593
Johann Burkgraf Pfr 1562 - 1576 und 1579 - 1585
Anton Brunndorfer Pfarrvikar 1578 - 1579
Johann Rauchberger Pfr 1540 - 1562
Henneberg
- 1519 Domherr in Bamberg
- 1520 Domherr in Würzburg
- 1529 dispensiert
- 1537 Pfarrer von Haag, NÖ
- 1539 zensuriert
- 1540 - 1541 erhält er das Kaplanat in Wolfsberg / Kärnten
- 1540 Ober Pfarrer in Bamberg
- 1543 lutherisch
- zwei Kinder
- 1545 resigniert er auf Domdekanat
- 1546 Kriegsdienst
- + 1548 zu Römhild (60 km nö von Bamberg)
Friedrich Wachter, Bamberg 1908, Nr.4114: schreibt:
Henneberg, Christoph Graf von, wurde Domherr in Bamberg 1.März 1519, in Würzburg 20.Okt.1520, ward 11.Aug.1529 vermöge apostolischer Breve occassione homicidii casualis Herbipoli petrati dispensiert (Amrhein: er erstach 1532 bei einer nächtlichen Schwärmerei den Nachtwächter Veit Meißner, weswegen er nach jahrelangen Verhandlungen seiner Würzburger Präbende verlustig erklärt wurde und sie 4.Juni 1538 musste; doch erlangte er 1541 wieder eine Präbende zu Wurzburg). In Bamberg wurde er 21.März 1539 abermals von Zensuren absolviert, die er sich wegen Verwundung des Domherrn Joh.Phil.v.Seckendorf (Nr. ) zugezogen. Er wurde 11.Juni 1537 Pfr.zu Haag in Niederösterreich, res.1539; erhielt 7.Jän.1540 das Kaplanat im Schloß Wolfsberg in Kärnten und das Archidiakonat in Hollfeld, welch letzteres er am 24.Nov.1541 res.; wurde 31.Dez.1540 als Ober-Pf. U.L.Fr. in Bamberg, 24.Nov.1542 die Kommende Forchheim, und war um dieselbe Zeit auch Pfr. in Baunach. Nach Amrhein wurde er 1543 lutherisch, trat 1546 in württembergische Kriegsdienste, nahm, da weder sein Vater noch sein Bruder ihre Erlaubnis zur rechtmäßigen Ehe mit Erbfolgerecht reteilten, eine Konkubine, mit der er 2 Kinder erzeugte und der er 200fl. und ein Haus zu Bamberg vermachte. Das Domdekanat hatte er 21.April 1545 resigniert, die übrigen Pfründen behielt er bis zu seinem Tode, welcher 15.März 1548 zu Römhild erfolgte.--