Erholungsheimstraße 13
Der am 13.Mai 1895 zu Marbach am Walde verstorbene Pfarrer und Consistorialrath Johann Georg Hochwallner, geb. am Mayrhofergute zu Richersdorf, hat testamentarisch 8698 fl bestimmt als einen Fond, „wodurch es möglich werden möchte, daß in Haag, seiner Geburtspfarre, früher oder später je nach Umständen Klosterfrauen sich ansiedeln, arme Schulschwestern, barmherzige Schwestern zur Krankenpflege oder sonst eine katholische wohlthätige Anstalt zu Stande komme.
Kaiser-Franz-Josef-Jubiläums-Versorgungseheim
Seit 2. Dez. 1898 sind Schwestern (Hartmannschwestern)im neu erbauten Kaiser-Franz-Josef-Jubiläums-Versorgungshaus eingezogen und zur Krankenpflege angestellt.
Im Ehrenbuch (Pfarrarchiv) lesen wir: "Am 2. Dezember 1898 fand die feierliche Einweihung der Anstalt durch den hochwürdigen Herrn Professor Ambros Sturm statt. Hierzu ist erschienen: die ehrw. Generaloberin Maria Gonzaga Zimpel vom Mutterhause Wienerstraße V., die Honoratioren von Haag. Herr Bürgermeister Josef Aigner hielt eine geziemende Anrede und Herr Professor Sturm hielt nach der Benediction die begeisterte Festrede. Die Leitung der Anstalt und Führung der Wirtschaft wurde übergeben 3 Schwestern des 3. Ordens des hl.Franziskus von Assissi:
1) Schw.M.Pia Pfaffenbichler, geb.zu St.Michael am Br. 1863, Prof.1889 als Localoberin.
2) Schw.M.Mansuette Hötzl, geb. zu Aschbach 1856, Prof 1890 und
3) Schw.M.Basilia Schenkermaier, geb. St.Michael 1865 (Anthof), Prof. 1891.
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg waren die Russen in diesem Haus einquartiert. Im Keller zeugen bis heute Wandmalereien.
Seit 1947 feiert hier die evangelische Gemeinde Amstetten ihre Gottesdienste.
Im Jahre 200? verkaufte die Stadtgemeinde Haag als Eigentümerin das ganze Haus samt Kapelle an Dr. Anton Hengst.
